Entwicklung und Geschichte

Warum ist SIKO entstanden?

Die schweizerische Tierschutzgesetzgebung (siehe TSchV, Art. 134: Anforderungen an die versuchsdurchführenden Personen) verlangt, dass die praktische Ausbildung z.B. von Veterinärmedizinern, versuchsdurchführenden Personen, etc. an lebendigen Ratten, Mäusen und Kaninchen zu erfolgen hat.

Das Üben von Blutentnahmen und Injektionen ist für die Tiere mit Stress und Schmerzen verbunden. Die Unerfahrenheit und Nervosität vieler Auszubildender hat oftmals zur Folge, dass die Ohren der Kaninchen geschwollen und hämatös sind.

Um diesen für die Tiere schmerzhaften Teil zu ersetzen und die Anspannung der auszubildenden Personen zu verringern, wurde von NPM die Alternativmethode "Silikon-Kaninchenohr", kurz "SIKO" entwickelt.
Neulinge auf dem Gebiet der Blutentnahme und Injektion können hiermit erste Erfahrungen sammeln, bevor die Anwendung am lebendigen Tier erfolgt – das künstliche Modell dient als gleichwertiger Ersatz zum lebenden Tier.

Diese Idee wurde mit grossem Interesse aufgenommen, seit 2009 werden die Silikonohren in einer Vielzahl von Kursen für Labortierkunde eingesetzt. Mithilfe strenger Tests, Evaluationen und auf Basis stetiger Feedbacks der Labortierkunde-Kursteilnehmer wurden die Silikon-Kaninchenohren kontinuierlich verfeinert und verbessert.

 

2010 wurde das Silikonohr von der Schweizerischen Gesellschaft für  Versuchstierkunde (SGV) ausgezeichnet.